"graveyard I" - about 6 x 10 cm, drawing on paper, 2012

"life and death" - 5 x 8 cm, drawing on paper, 2012

"♥graveyard" - about 8 x 9 cm, drawing on paper, framed, 2012

"tears and sweat over fading time" - 8 x 5 cm, drawing on paper, 2012

"untitled" - 13 x 20 cm, analog photograph on PVC, Morocco, 2011

"nothing is trash" (detail) - about 40 x 17 cm, analog photograph, paper, paint, frame and glas, 2011/12

"landscape, dk" - about 6 x 14 cm, drawing on paper, 2012

"untitled" - 15 x 23 cm, analog photograph on PVC, Mozambique, 2011

"shufu" - rubber shoes, size 39, 2012

"†" - about 6 x 9 cm, drawing on paper, glas, 2012

"one more african landscape" - about 7 x 14 cm, pencil and earth on paper, 2012

"fading pastel structure" - 13 x 20 cm, analog photograph on aluminium, Mozambique, 2011

STILLSTAND UND BESCHLEUNIGUNG

Approaching Transcience part I

10. – 20. Mai 2012
Berggasse 37, 1090 Wien

"TWELVE TINY LITTLE DIFFERENT THINGS..."

Auf weiten Teilen dieser Welt findet man nur schwer eine solche Form von Beschleunigung, wie sie das Leben in der westlichen Kultur tagtäglich bestimmt. Die Atlantikküste von Marokko, ein Dorf in der mosambikanischen Pampa…
Es scheint als stünde die Zeit still. Keine Elektrizität, keine Technik, keine Straßen, keine Fortbewegung,… Eine absolute Fokussierung auf das, was da ist: Das Leben wie es ist. In seinen kleinsten Auswirkungen.
Dorthin flüchten wir wenn uns das Leben hier zu schnell wird. Und trotzdem, selbst dort, an den abgelegensten Gebieten der Erde, kann man sich der immer schneller-wachsenden Struktur nicht entziehen. Straßen werden gebaut, Güter transportiert, das Netz ständig vergrößert. Was so etwas wie Massentourismus und die Verbreitung von Plastik-Produkten auch in ganz einsamen Gegenden überhaupt möglich macht..

Stillstand ist also in keiner materiellen Erscheinungsform denkbar. Jedes Leben altert, stirbt, und das Material verrottet, neues Leben entsteht. Es ist ein immer fortwährender Prozess, alles ist ständig in Bewegung. Ohne Ende. Leben ist Bewegung. Jede Lebensform will ständig wachsen, sich fortpflanzen, sogar Neues erschaffen, sich exponentiell ausbreiten.

Die einzige Möglichkeit sich 'Stillstand' vorzustellen, wäre somit ein Punkt.
Vielleicht der Moment an dem das Leben von der Materie getrennt wird. Also nur rein theoretisch das, was wir uns unter "Tod" vorstellen. Denn alles Materielle ist sofort wieder der Vergänglichkeit unterworfen und erlebt somit auch wieder eine Wiedergeburt.

Der ewige Kreislauf also. Und damit es nicht zu langweilig wird, gibt es dazu noch ein Suchspiel. Nach den kleinen Freuden des Lebens vielleicht, oder den Möglichkeiten ungebrauchter Materie wieder Sinn zu geben.

>> www.ausarten.at